Dies Land …

Aus gegebenem Anlass habe ich diesen deutschen Text verfasst

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Ref:

Dies Land ist Dein Land, dies Land ist mein Land

dort von den Alpen bis zum Sylter Eiland

von den Pfälzer Bergen bis hin zur Oder

dies Land ist da für Dich und mich

 

1) Ich geh gern wandern auf Deinen Steigen

und hör‘ die Vögel, die Wälder schweigen

ich seh‘ die Weite in Deinen Tälern

dies Land ist da für Dich und mich

2) Da drunt‘ in Bayern und in der Heide

ob auf dem Acker, ob auf der Weide

an blauen Seen, in dunklen Wäldern

dies Land ist da für Dich und mich

3)Oft scheint die Sonne, bald fällt der Regen

für unser Land ist beides Segen

und wenn der Nebel sich morgens lichtet

dies Land ist da für Dich und mich

Text: Martin Reichenbach Melodie: am. Traditional

 

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Peru Reise vom 9. bis 29.5.2015 , Teil 1

Tag 1: Lima

Um etwa 6 Uhr morgens am Sonntag kamen wir in Lima an, wurden von unserer Agentur am Flughafen empfangen, mit Informationen und Vouchern versorgt und dann zum Hotel Girasoles in Miraflores transportiert. Nachdem wir uns kurz frisch gemacht und unser Gepäck verstaut hatten, suchten wir erst einmal eine Bank und dann einen Platz zum Frühstücken. Diesen faden wir im Cafe „Cafe“; war lecker und üppig. Danach erholten wir uns erst noch kurz von den Strapazen desFluges, bevor wir gegen Mittag mit dem Schnellbus in die Stadt fuhren. Durch die Einkaufsstraße ging es zur „Plaza des armas“ Hier Bestaunten wir reihum, die Kathedrale, den Bischofssitz, den Regierungsitz und das Rathaus, bevor wir uns zur Casa de la literatura Peruana aufmachten. Danach ging’s noch ins Kloster San Francisco mit Besichtigung der Kirche, Bibliothek und Katakomben samt Knochen. Anschließend besuchten wir noch den Mercado Central und ließen uns frisch gepressten Mangosaft schmecken. Abends aßen wir in der Nähe des Parque Kennedy Lamafleisch mit Quinotta bzw. Pasta mit verduras.

Tag 2: Lima und Busfahrt nach Huacachina

Am nächsten Morgen gingen wir durch Miraflores runter ans Meer auf den Mallecon an der Steilküste. Erstes Ziel war der Parque d’amor Weiter ging’s zum kleinen Leuchtturm und dann zu einem Einkaufszentrum, wo wir eine gemütliche Kaffeepause einlegten. Gegen Mittag zurück zum Hotel, wo wir abgeholt und zum Busbahnhof verfrachtet wurden. Auf dem Weg erzählte der Taxifahrer u.A: von der Bestechlichkeit der Regierung und warum es in Lima immer noch keine U-Bahn gibt. Im Bus waren wir erst einmal platt, weil die Sitze sowohl in der Breite als auch in der Schlafposition mit einem Business Class Sitz im Flieger mit halten konnte. Wir machten es uns bequem und kamen am frühen Abend am Busbahnhof in ICA an. Der war in einem ominösen Hinterhof und auch das vermittelte Taxi machte – im Gegensatz zu seinem Fahrer – keinen vertrauenswürdigen Eindruck, da es nur von Rost und Gips zusammen gehalten wurde und schon beim Verlassen des Hofes so ächzte und quietschte, dass ich ihm keine 500 m mehr geben wollte. Es schaffte aber die 10 Minuten zur Oase und so kamen wir gegen 19h im Hotel an. Vor dem Abendessen wurden erst noch Details zu den Ausflügen am nächsten Morgen geregelt und dann setzten wir uns zu Pisco Sour bzw. Pisco aguaymanto und ceviche de esparragos und causa de atun auf die Terasse an den Pool.

Tag 3: Paracas Halbinsel und Dune Buggy Ausflug

Eigentlich waren ja für diesen Tag die Islas ballestas (Galapagos des kleinen Mannes) vor gesehen, aber die von el nino produzierten Wellen waren zu hoch und der Hafen geschlossen. Deshalb ging es mit dem Bus über den Naturpark auf der Paracas Halbinsel Am frühen Nachmittag waren wir zurück im Hotel für ein kurze Siesta bzw. Rast am Pool. Am späteren Nachmittag verwandelte sich die Hauptstraße in Huacachina zu einer Demonstration von PS, weil viele Buggys für 10Personen ihre Fahrgäste einsammelten und dabei ihre Motoren protzen ließen. Die Fajrt war Adrenalin pur, da es wie auf einer Achterbahn über die Spitzen der Dünen oder in Steilkurven an ihrer Silhouette entlang ging.Zwischen durch durfte an drei jeweils ca. 50 m hohen und sehr steilen Dünen sandboarden ausprobiert werden. Auch das ein Riesenspass und die Boards wurden verdammt schnell. Anschließend konnten wir noch den Sonnenuntergang in der Wüste erleben, bevor wir in die Oase zurück kehrten.

Tag 4: Huacachina

Diesen Tag verbrachten wir im Wesentlichen in der Oase. Schon kurz nach fünf machten wir uns im Dunkeln auf um die Düne direkt hinter dem Hotel zu erklimmen. Das war extrem anstrengend, weil man nach jedem Schritt wieder zwei Drittel nach unten rutscht. Nach einer halben Stunde und ziemlich außer Atem hatten wir den Kamm der Düne erreicht. Es lohnte sich aber den Sonnenaufgang hier oben zu erleben. Nach dem Frühstück machten wir noch einen gemütlichen Rundgang in der Oase, bevor wir den Rest des Tages lesend und im Pool verbrachten. Um kurz nach acht Uhr Abends ging es mit dem Bus Richtung Arequipa weiter.

Tag 5: auf dem Weg nach Arequipa / Streik

Gegen sieben Uhr morgens wachten wir ausgeschlafen im Bus auf in der Erwartung etwa eine Stunde später in Arequipa anzukommen. Leider hielt der Bus kurz darauf an, weil die Straße wegen Streik komplett gesperrt war und vor uns schon mindestens ein Kilometer Stau. Wir versorgten uns in dem nahe gelegenen Straßenstand erst einmal mit Wasser und Snacks und warteten. Als klar wurde, dass eswohl den ganzen Tag dauern würde, wurden Decken aus dem Bus geholt und in den Schatten neben dem Bus gelegt, wo man dann Karten spielte, döste oder las. Das Erstaunliche war, dass jedermann – egal ob Lastwagenfahrer oder Tourist – ruhig blieb und das Beste aus der Situation machte, „tranquilo“ eben. Am Abend kurz nach Sonnenuntergang wurde die Straße wieder frei gegeben und so kamen wir mit ca. 12 Stunden Verspätung in der „Casa de mi abueala“ an, dem wahrscheinlich gemütlichsten Hotel auf dieser Reise.

Tag 6: Arequipa

Nach einem ausgiebigen Frühstück waren wir doch schon wieder um kurz nach 8 Uhr unterwegs in die höchstens zehn Minuten entfernte Innenstand. Wie in jeder größeren Stadt ging’s mit der Plaza de armas los. Weiter Richtung Fussgängerzone. An fast jeder Straßenecke konnte man noch die Auswirkungen des Vortags sehen. Die Streikenden hatten die Pflastersteine an den Kreuzungen raus gerissen und jetzt waren sie nur provisorisch wieder eingesetzt. In der Zeitung lasen wir, dass auch Tränengas zum Einsatz gekommen war. Einen kleinen Auflauf gab’s auch heute noch an der Kathedrale. Aber wir waren ja nur indirekt betroffen. Das Highlight in Arequipa ist sicher das Kloster Santa Catalina, eine kliene Stdt in der Stadt. Heute leben da nur noch etwa 13 Nonnen und deshalb kann man den Großteil der Gebäude im Kloster besichtigen. Da das Kloster wohl hauptsächlich Töchter reicher Eltern aufnahm hatte (fast) jede Nonne zwei Zimmer und eine eigene Küche, wo sie von ihren Angestellten bekocht wurde. Der Rundgang dauerte sicher drei Stunden und führte auch noch am Waschplatz vorbei, wo etwa 10 in der Mitte halbierte Riesenamphoren als Waschtröge dienten. Im Shop erstehen wir von den Nonnen selbst gemachte Petersilienseife (gut für’s Gesicht) und Hautcreme mit Rosenduft. An einem der Gebäude führte eine sehr steile Treppe auf eine Dachterasse, von wo man einen schönen Überblick sowohl über die Klosteranlage als auch einen Teil der Stadt hatte. Nach einer ausgedehnten Siesta folgt noch ein kleiner Besuch in der Mundo Alpaka, wo wir Lamas und Alpakas füttern, und sehen wie die Wolle von Hand sortiert wird. Wir erstehen einen seidenweichen Schal aus Baby-Alpaka Wolle. An diesem Abend essen wir nur leicht, weil es am nächsten Tag zum ersten Mal und dann gleich deutlich über 3000 m geht.

Tag 7: Arequipa nach Puno

Am nächsten Morgen frühstücken wir im Stehen, weil wir schon um sieben Uhr Richtung Busbahnhof los müssen und das Frühstücksbeuffet noch nicht ganz bestückt ist. Am frühen Nachmittag kommen wir im Hotel Munay Tambo in Puno an. Die Peruaner legen wohl hauptsächlich wert auf Fassade, weil von vorne sieht das Hotel ordentlich aus, aber nach hinten (und das war eigentlich überall in Peru so) ergibt sich dieser Blick. Da die Sonne noch scheint, ist es realativ warm und so verzichten wir auf warme Kleidung als wir zu einem ersten Stadtbummel aufbrechen. Es geht über die Jiron de Lima geht es – natürlich – zur Plaza de armas, die in Puno deutlich weniger spektakulär ist als in den bisherigen Städten. Auf dem beheizten Balkon des Restaurants Mojsa (sehr empfehlenswert) essen wir relativ früh zu Abend und trinken zur Stärkung Tee aus Limonen, Honig und gemahlenen Coca Blättern. Schmeckt gut. Da wir in den kommenden Tagen öfter in Regionen zubringen, wo es nachts unter Null Grad ist, werden erst einmal zwei Mützen aus Baby Alpaka und Handschuhe aus Lama Wolle gekauft. Nach Sonnenuntergang bummeln wir noch ein bißchen durch die Innenstadt aber es ist ziemlich kalt und unsere warme Kleidung ist im Hotel. Also trinken wir in der Cas del corregidor noch etwas Warmes und machen uns dann schnell auf den Rückweg und gehen auch früh schlafen.

Tag 8: Ausflug auf den Titikaka See; Uros und Amantani

Wir frühstücken um kurz nach sechs. Im Frühstücksraum ist es nicht geheizt und so sitzen alle recht dick angezogen beim Frühstück: Pan tres puntos, Ei, Obst & Cafe oder Mate de coca.Etwa um halbacht werden wir von einem Kleinbus abgeholt und zum Hafen gebracht. Unser Guide für die nächsten beiden Tage ist Hernan und die Gruppe hat etwa 20 Personen aus aller Herren Länder. Nach einer Stunde auf dem Boot sind wir auf einer der über achtzig schwimmenden Inseln der Uros angekommen. Nach einer kurzen Erläuterung über den Aufbau der Insel und die Lebensweise der Uros, können wir uns umsehen und Souvenirs shoppen. Danach haben wir noch die Möglichkeitzu einem Ausflug auf dem Schilfboot, wobei uns der Chef der Insel auch zeigt, wie man das Schilf erntet, gar nicht so einfach wie einer der Mitreisenden, der es auch probiert, fest stellen muss. Nach etwa einer Stunde auf der Insel geht es mit dem Motorboot weiter nach Amanatani, eine der vielen Inseln im Titikaka See. Dort leben die Aymara noch immer in einer sehr bäuerlich geprägten Gesellschaft. Wir werden am Hafen von den bunt gekleideten Familien empfangen und in die Familie von Walter und Wilma eingeteilt. Nach etwa zehn Minuten Fußmarsch sind wir auf dem Bauernhof angekommen und bekommen unsere Zimmer gezeigt, einfach aber sehr schön. Die Betten haben jeweils vier Wolldecken, die gefühlte zehn Kilo wiegen, aber es nachts unter null Grad und die Häuser haben keine Heizung. Zum Mittagessen gibt es Sopa de quinoa, zwei Sorten Kartoffeln, Käse, der an Halloumi erinnert und verschiedene Gemüse. Danach Muna Tee. Die Familie hat drei Kinder Jefferson(12), Lucy(11) und Fernando (2). Nach einer ausgedehnten Siesta bringt uns Wilma zum Dorfplatz, von wo aus wir einen Ausflug zum Berg der Pachamama auf etwa 4200 m machen. Da das erst unser zweiter Tag auf dieser Höhe ist, haben wir ganz schön zu kämpfen bis wir oben sind, denn die Luft ist dünn. Wir bleiben bis zum Sonnenuntergang. Nach dem Abendessen gehen wir ziemlich bald schlafen und kriechen erst in unsere Schlafsäcke und danach unter die vier Decken.

Tag 9: Ausflug auf den Titikaka See; Isla Taquile und zurück nach Puno

Zum Frühstück macht uns Wilma Panqueques mit mermelada und Muna Tee. Vor der Abfahrt kleidet Wilma uns noch für ein Abschiedsfoto in die typische Kleidung von Amantani ein Mit dem Boot geht es dann in einstündiger Fahrt zur Insel Taquile. Da Johanna noch etwas müde vom Vortag ist gehen wir als letzte und ganz langsam die Steigung hoch bis zum Dorf. Die Szenerie erinnert ans Mittelmeer, man könnte fast glauben auf einer griechischen Insel zu sein. Beim Mittagessen auf der Terasse der einfachen Gststätte zeigt uns die Wirtin auch noch wei man aus einem einheimischen Kaktus Shampoo herstellt, das Johanna zur Pflege der Haarspitzen auch gleich ausprobiert. Wir wandern zur anderen Inselseite und steigen über 545 Stufen zum Anleger ab. Nach etwa drei Sunden Fahrt kommen wir wieder in Puno an. Wir machen uns kurz frisch und besuchen dann die Casa Dreyer, ein Museum im ehemaligen Haus eines deutschen Künstlers. Er hat eine beachtliche Sammlung von Goldschmuck, Tachten, Stoffen, sogar echte Mumien sind zu sehen. Und heute ist der Eintritt frei, da internationaler Tag der Museen ist.

Tag 10: von Puno nach Cusco

Um sieben Uhr lassen wir uns zum Busbahnhof bringen. In unserem Bus fährt eine ganze Gruppe von „Heiligen der letzten Tage“ mit, alle mit Namensschild. Gegen 16 Uhr kommen wir in Cusco an. Johanna verliebt sich sofort in die Stadt. Sie hat wirklich Charme, vor allem in San Blas, dem Viertel in dem das Eureka Hotel liegt. Kaum dass wir das Hotel verlassen, geht ein Gewitterguss nieder und so sind unsere leichten Schuhe und die Strümpfe patschnass. Zurück ins Hotel, nerue Strümpfe anziehen und zur Sicherheit Wanderschuhe. Und durch Zufall sehen wir jetzt ein tolles veganes Restaurant – Green Point – gleich um die Ecke von unserem Hotel. Um 18 Uhr ist im Hotel Briefing zu unserer Trekking Tour, die am übernächsten Tag starten wird. Danach machen wir noch einen kleinen Rundgang durch das nächtliche Cusco. Wir sind aber auch auf der Suche nach Imprägnierspray, da Johannas Outdoor Jacke plötzlich den Regen durch lässt. Nachdem wir ohne Erfolg in mindestens sieben Outdoor Läden gefragt haben, kaufen wir einen einfachen Regenponcho als Ersatz.

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Positiver Jahresrückblick

Den unten stehenden Artikel kann ich empfehlen. Er beschreibt grob ein Vorgehen, dass ich selbst erfolgreich nutze. Da wir dazu neigen, Negatives eher zu behalten bzw.höher zu bewerten, ist es hilfreich, sich auch all die vielen Dinge, die positiv und gelungen waren in Erinnerung zu rufen. Dabei hilft es, sich bereits während des Jahres Notizen über Erfolge, Glücksmomente usw. zu machen. Sie werden am Ende des Jahres staunen, wie viele das gewesen sind. Bei mir überwiegt das den Schatten, den in es in jedem Leben gibt, auch in diesem Jahr bei Weitem.

http://www.wiwo.de/erfolg/beruf/positiver-jahresrueckblick-so-schaffen-sie-die-grundlage-fuer-ein-glueckliches-2015/11138516.html

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Verstehen

In dem Lied „Imbecile“ von Mike Batt und meiner Geschichte dazu geht es oberflächlich darum, dass sich zwei Menschen streiten, wer von Ihnen der größere Depp ist, durch die Art wie er sein Leben führt.

Mein Anliegen dabei – und das wird mir immer mehr zum Herzensanliegen – ist jedoch das Folgende:

Wenn Menschen übereinander urteilen, läuft im Kopf desjenigen, der urteilt, nach meiner Meinung ein Pozess des Er-Kennens ab (s.a. Mein früherer Blog Erkennen versus Verstehen). Das heißt, dass derjenige sich innerlich sagt:“ Ach ja , kenne ich. Das ist genau so und so. Da weiß ich Bescheid.“ Und auf diesem Hintergrund wird der Andere beurteilt.

Das Ganze hat für mich aber mindestens zwei Haken:

  1. das Urteil entsteht gefärbt durch die Filter meiner Wahrnehmung. Das heißt ich sehe und höre genau das, was ich sehen und hören kann oder möchte. Und ich setze es dann innerlich in Bezug zu meiner Erfahrung und gebe ihm so Be-Deutung. Ich deute also, mit anderen Worten, eine bereits gefilterte Wahrnehmung. Und das muss dann mit dem, was ist, nicht mehr sehr viel zu tun haben.
  2. Ich vergewissere mich nicht, dass das, was ich wahr nehme und hinein deute, auch das ist, was der Andere sagt, tut oder meint. Das heißt, ich gebe ihm und mir gar nicht die Chance, zu verstehen, was ist.

Was also tun oder ändern?

Zu Einen kann ich mir erst einmal bewusst machen,

  • dass meine Wahrnehmungen durch meine eigenen Filter laufen und ich so immer nur einen subjektiven Eindruck dessen, was ist, bekomme.
  • Dass ich den Dingen in meinem Kopf auf dem Hintergrund meiner Einstellungen und bisherigen Erfahrung eine persönliche Be-Deutung gebe. Und dass diese Deutung eben nur mein Modell der Welt, von dem, was ist, dar stellt.

Und Modelle an sich sind ja gar nicht verkehrt, denn sie vereinfachen uns den Umgang mit der Welt da draußen. Insofern sind sie nützlich. Aber sie sind nicht die Welt da draußen. Und wenn ich das verwechsle, wird es gefährlich. Insbesondere wenn es um etwas Wichtiges, also z.B. die Beziehung zu Anderen Menschen, geht.

Und nachdem ich mir das bewusst gemacht habe, kann ich meinem Gegenüber Fragen stellen wie:

  • habe ich Dich richtig verstanden? Und ihm kurz erklären, was ich verstanden habe.
  • Meinst Du das so und so …?

Ich kann es hinterfragen und versuchen zu verstehen statt zu deuten.

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Die Welt ist nicht so einfach (Teil2)

Ich hatte ja schon einmal vor Langem darüber gesprochen, dass manche Chefs meinen, die Welt sei sehr komplex und werde immer komplexer. Ich halte das für eine sehr einseitige Sichtweise. Wieso? Nun wie alle tragen ja nur ein Abbild – ein Modell – der Wirklichkeit im Kopf mit uns herum und das ist eben mehr oder (besser!) weniger komplex.

Die Frage ist nun: welches Abbild hilft wem mehr?

Fangen wir mit dem komplexen und immer mehr komplexen an. Wenn Ihre Chefs Sie das glauben machen, was meinen Sie, wer mehr davon profitiert? Ich vermute nicht Sie. Denn der Chef kann ja dann – scheinbar zu Recht – Druck auf die Mitarbeiter machen. Es müsse halt Alles noch schneller, noch besser, … werden. Sonst könne  man in der immer komplexeren Welt und dem globalen Wettbewerb nicht bestehen. Da wird dann das Letzte aus den Mitarbeitern raus geholt, egal welche Folgen das für sie und ihre Gesundheit hat.

Wa passiert, wenn man glaubt, dass die Welt genau so komplex ist, wie wir selbst – Sie und ich – es benötigen? Das wäre wohl besser für die Mitarbeiter. Die können sich leichter orientieren. Sie hätten wohl auch weniger Druck. Sie könnten Arbeiten in ihrem eigenen Tempo erledigen. Und hier liegt dann wohl auch der Grund, warum Ihre Chefs das Gegenteil behaupten.

Wie kompex ist Ihr eigenes Weltbild? Wählen Sie!

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Erkennen versus Verstehen

Manche Menschen, denen ich begegne – und vor Allem auch Führungskräfte – benutzen einen Ansatz, den Sie selbst mit „Erkennen“ bezeichnen. Gemeint ist ein Vorgang, bei dem derjenige versucht, aufgrund des Verhaltens und der Äußerungen ( was er sagt und wie er sich ausdrückt) des Anderen Rückschlüsse auf seine Persönlichkeit zu ziehen. Dabei werden die eigene Erfahrung und das eigene Weltbild als Filter benutzt, durch den das Alles betrachtet wird, und die dann (scheinbar) Rückschlüsse darauf zu lassen, wie der Andere ist und was er meint.

Für mich hat das einige Haken:
– wie kann ich sicher sein, dass die Bedeutung, die der Andere bestimmten Worten gibt, die gleiche ist, wie meine oder wie das, was andere Menschen bisher damit gemeint haben?
– Wie kann ich durch reine Vermutung behaupten zu wissen, welche Gedanken hinter der Stirn des Anderen sind?
– Wie kann ich glauben, seine Motive erraten zu können, ohne ihn zu fragen?
– …

Was tue ich selbst , um zumindest zu versuchen, diese „Klippen“ zu umschiffen?
– ich frage nach, z.B. sage ich „… habe ich Sie richtig verstanden, dass …?“
– ich paraphrasiere, was ich verstanden habe
– Oder ich frage explizit nach Bedeutung, z.B. „was bedeutet es genau für Sie, wenn Sie sagen …?
– Bzw. ich frage auch direkt nach z.B. den Zielen des Anderen, etwa: „… was wollen Sie erreichen, indem Sie …?“

Damit versuche ich mehr über den Anderen zu erfahren, als das, was an der Oberfläche sicht- und hörbar ist, und ihn damit nach und nach besser zu verstehen.

Wie begegnen Sie Ihren Mitmenschen?

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Eigenes Leben

Kürzlich sah ich in einem Online-Wirtschaftsmagazin eine Liste „Echte Männer: Was ein Mann vor seinem 50. Geburtstag getan haben sollte“. Natürlich war ich neugierig und hab ein bisschen rein geschaut, um dann aber sehr schnell an den Punkt zu kommen, mich zu fragen:
– was hat das eigentlich mit Dir selbst zu tun?
– Wie will denn jemand anderes wissen/entscheiden, was für mich wichtig/richtig ist?
– usw.

Und in der Folge war ich dann ganz schnell (wieder) bei dem Thema. Sind sich die Menschen, die das lesen und sich ggf. davon beeinflussen lassen, überhaupt dessen bewusst, was Ihnen wichtig ist? Oder woher kommt der Bedarf – und den scheint es ja zu geben, wenn solche Listen veröffentlicht werden – sich das von Anderen sagen zu lassen? Oder geht es sogar nur darum, dass man vor seinen Freunden am Ende mit Verweis auf so etwas behaupten kann: „Ja ich bin ein echter Mann. Hab’ das Alles gemacht! Sehr her, was für ein Kerl ich bin“.

Und falls ja, wieso ist es anscheinend vielen Menschen wichtiger, wie sie vor Anderen da stehen, als wie sehr sie ihr eigenes Leben leben?

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Stimmung

Neulich beim Essen unterhielten sich am Nachbartisch zwei Frauen:
„Bei uns will gar keine Weihnachtsstimmung aufkommen.“
„Ja, wodurch denn auch bei der Hektik; vielleicht durch die Dekoration?“

Und ich dachte mir:
Wenn ihr wüsstet, wie Stimmung eigentlich entsteht. Ja wie denn?
Stimmung / Gefühle allgemein werden verursacht durch die Dinge, die wir über eine Situation, einen Menschen usw. denken. Wenn ich also den ganzen Tag im Beruf hektisch am Rad drehe und dann vielleicht auch noch nach Feierabend schnell mal ein paar Einkäufe erledige und dabei an Dinge denke, die ich noch erledigen will, dann kommt bestimmt nur sehr schwer besinnliche Stimmung auf. Und wenn ich mich danach vielleicht noch mit hunderten anderer Leuten auf überfüllten Weihnachtsmärkten drängle wohl auch nicht.

Ich würde mir in dieser Situation erst einmal überlegen:
Was macht für mich weihnachtliche Stimmung überhaupt aus?
Was brauche ich dafür? Welche Umgebung? Musik, Gerüche, Stille usw. ?
Und dann suche oder schaffe ich mir eine solche Umgebung!
Wenn ich dann auch noch z.B. denke:“Wie schön, genau das brauche ich jetzt!“, dann kommt die passende Stimmung ganz bestimmt.

 

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Große Koalition und die junge Generation

Gut die SPD Mitglieder müssen Sie noch bestätigen, aber im Prinzip steht die große Koalition. Und wahrscheinlich ist ja auch die eine der andere gute Sache dabei. Aber wenn ältere (ungefähr so alt wie ich) Frauen und Männer Wahlgeschenke für genau so oder noch ältere Wähler verteilen – klar das ist ja auch zunehmend die größte Wählergruppe – dann wird das vor Allem eins, nämlich teuer und das langfristig. Und das macht mir Sorgen für unsere Kinder.Die müssen das nämlich langfristig bezahlen.

Dennoch
wie Xavier singt: Deutschland ist noch nicht verloren,
Es werden jeden Tag Deutsche mit ner reinen Weste geboren,
Verschuldet über beide Ohren,
aber immer noch besser als die Hoffnung verloren

Und wahrscheinlich ist die Generation unserer Kinder politischer als wir denken:
http://www.zeit.de/campus/2010/05/essay-krise

 

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Veränderung

Heute mal nur zwei kurze Zitate:

You can’t buy time and you can’t buy emotion,
What have you and I been waiting for?

The Winds Of Change are blowing hard in our direction,
We can’t go back and we can’t stand still;
The Winds Of Change may try to blow away my affection,
But they   n e v e r    will.

(Mike Batt)

http://www.youtube.com/watch?v=aYJdgweTYlk

„Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.“

Chinesisches Sprichwort

 

 

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